Navigation und Service

Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland

Der Bundesopferbeauftragte, Roland Weber, ist zentraler Ansprechpartner für alle Betroffenen von terroristischen oder extremistischen Anschlägen im Inland.

Roland Weber, Beauftragter der Bundesregierung für die Anliegen von Betroffenen von terroristischen und extremistischen Anschlägen im Inland
Quelle: photothek.de/Thomas Trutschel

Roland Weber ist als Bundesopferbeauftragter der Nachfolger von Pascal Kober, der dieses Amt bis Ende Dezember 2024 innehatte. Er führt die Betreuung der Betroffenen des mutmaßlichen Anschlags in München (2025), des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt (2024), der Messerangriffe in Duisburg (2023), Mannheim und Solingen (2024) fort. Zudem betreut er die Betroffenen des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016, des Anschlags in Halle (Saale) und Landsberg 2019, des Anschlags in Hanau 2020 und der Messerattacke in Dresden 2020. Der Bundesopferbeauftragte ist in seiner Tätigkeit unabhängig. Er wird durch eine Geschäftsstelle im Bundesministerium der Justiz unterstützt.

Welche Aufgaben hat der Bundesopferbeauftragte?

Der Bundesopferbeauftragte ist zentraler Ansprechpartner für alle Betroffenen von extremistischen oder terroristischen Anschlägen im Inland. Das können Hinterbliebene, Verletzte, Tatzeuginnen und -zeugen, Ersthelferinnen und Ersthelfer und auch Besitzerinnen und Besitzer von Geschäften oder Einrichtungen sein, die durch das Anschlagsgeschehen zu Tatorten wurden. Er kümmert sich um die Anliegen der Betroffenen und vermittelt in Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen und Einrichtungen praktischefinanzielle und psychosoziale Hilfe. Der Bundesopferbeauftragte unterstützt Betroffene im Umgang mit Behörden bei der Klärung ihrer anschlagsbezogenen Anliegen. Zudem ist er „politische Stimme“ der Betroffenen und setzt sich in Politik und Öffentlichkeit für ihre Interessen und Bedürfnisse ein.

Zur Person

Roland Weber ist Rechtsanwalt sowie Fachanwalt für Strafrecht und seit über 20 Jahren im Opferschutz tätig. Während seiner Tätigkeit hat er mehrere tausend Opfer und Hinterbliebene von Straftaten beraten, mehrere hundert davon vor Gerichten bundesweit vertreten. Seit 2012 ist er Opferbeauftragter des Landes Berlin und stand in dieser Funktion den Betroffenen des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz 2016 von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite.

2018 wurde Roland Weber der Verdienstorden des Landes Berlin verliehen. 2022 wurde er durch Queen Elisabeth II. als Mitglied (ehrenhalber) in den britischen Ritterorden "The Most Excellent Order of the British Empire" (MBE) für die Verdienste um den britisch-deutschen Opferschutz aufgenommen.

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Das Bundesministerium der Justiz verwendet für den Betrieb dieser Internetseite technisch notwendige Cookies. Darüber hinaus können Sie Cookies für eine Webanalyse zulassen, die uns die Bereitstellung unserer Dienste erleichtern. Weitere Informationen dazu, insbesondere zu der Widerrufsmöglichkeit, erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz